Nichts anderes scheint mich momentan mehr zu beschäftigen.
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| Übrigens: Habe einen furchtbaren Haarschnitt bekommen. |
-Freiheit
Wie schön war es nur damals in Deutschland.
Wir hatten Vertrauen, Autos, Spaß...tolle Zeiten.
Worum es mir geht ist, dass ich hier ziemlich wenige Freiheiten habe.
Im Prinzip beschränken sich meine Freiheiten hier auf Essen gehen, im Gym trainieren, Internet und der Raum, in dem ich manchmal alleine sein kann.
Achja, gerade ist hier Strom ausgefallen. Keine Ahnung warum. Draußen waren die Leute Weihnachtslichter am Aufhängen. Ventilator ist seit einer Minute aus und ich tropfe bereits. T_T
Um es etwas deutlicher zu machen. Wenn ich irgendetwas will, laufe ich zu meinem Cousin und teile ihm meinen Wunsch mit. Er entscheidet dann, ob es für mich infrage kommt. Evtl muss dann nochmal mit meinem Onkel Rücksprache gehalten werden.
Wenn dabei herauskommt, dass mein Wunsch mit einem Risiko für meine Gesundheit (und meine "Seele", schätze ich) verbunden ist, wird mir mein Wunsch abgelehnt.
Um es nun wirklich deutlich zu machen.
Ich möchte irgendwo hin: Ich muss von meinem Cousin gefahren werden und er muss an meiner Seite bleiben.
Das heißt, alleine sein mit einer anderen Person (z.B. einer Frau?!) ist ausgeschlossen.
Eintrittspreise, Essenskosten, etc. verdoppeln sich dadurch (für mich).
Geteilte Freude ist NICHT immer doppelte Freude T_T.
Ich möchte mich auf meine/gesunde Weise ernähren: Ich bekomme blöde Kommentare von der Seite über meinen hohen Hünchenkonsum zu hören. Man stellt infrage, dass ich weiß, was ich tue und erhalte unaufgeforderten Rat.
Und klar, das kann ich alles weglächeln und ignorieren, aber es äußert sich dann darin, dass man sich manchmal schlichtweg über meine Pläne hinwegsetzt und ich dann irgendwas vorgesetzt bekomme.
Ah, und es nervt, wenn man ständig zum Essen aufgefordert wird.
Es ist ja nicht so, als hätte man sich die Mühe gemacht, mir etwas Schönes zu machen. Meist ist es eine Aufforderung irgendwohin essen zu gehen.
Ich glaube, ich habe noch nicht deutlich genug hervorgehoben, wie sehr meine Freiheit eingeschränkt ist, weil ich nicht alleine rausgehen darf.
Ich stehe vor der Wahl, einfach nicht rauszugehen und meine restliche Zeit auf den Philippinen in Einsamkeit und Langeweile zu verbringen oder ich lüge.
Und ich lüge hier viel. Und ich hasse es.
-Deutsche Preise
Natürlich nicht in jeder Hinsicht. Das meiste hier ist günstiger.
Aber reich ist man hier wegen seinen Euros nicht.
Ein Liter Benzin? 70-80 cent.
Ein halbes Kilo Hühnerbrustfilet? 2,50-3 Euro. In Deutschland übrigens auch.
Ein Bier in einer Bar? 1 Euro.
etwas Härteres als Bier? 3 Euro.
Fast-Food? 2-3 Euro.
Mahlzeit im Restaurant? 4-6 Euro. Achja. Meine Begleitung nicht zu vergessen: 8-12?
Ayala Museum über die Philippinen? 4 Euro/Person.
Kino? 4 Euro/Person.
Hygiene-Artikel? Deutsche Preise, teilweise teurer.
Klamotten? Sehr unterschiedlich. Anständige und tragbare Qualität ist mit deutschen Preisen vergleichbar.
Jeans und Hosen sind jedoch sehr günstig. Schuhe, Oberteile und Unterwäsche ist für philippinische Verhältnisse recht teuer. Jedoch immernoch billiger als in Deutschland.
Taxi-Fahrt? 1-2 Euro. Andere Verkehrsmittel sind hier billiger, aber...
Elektronik? Wenn es von Filipinos hergestellt werden kann, billiger. Ansonsten ist es importiert und die Preise sind wohl mit den deutschen zu vergleichen.
Geld verleihen? Priceless.
| O_o |
-saubere Hunde
Ein Aufenthalt auf den Philippinen und man vergisst, dass man einmal Hunde geliebt hat.
Ich habe hier noch keinen Hund angefasst, obwohl ich täglich mehrere zugesicht bekomme.
Die meisten davon sind Streuner. Dann gibt es Streuner, die bei Leuten wohnen (Haustier kann man das nicht bezeichnen). Und tatsächlich auch Hunde, die gepflegt und anständig behandelt werden.
Bereits vor meiner Ankunft und auch hier wurde ich mehrfach daran erinnert, wie sehr Tollwut auf den Philippinen vertreten ist und wie gefährlich es ist, Hunde anzufassen.
Als würde man das hier wollen...
Die Hunde stinken fürchterlich. Haben keine Erziehung und benehmen sich wie unter Drogen.
Flöhe? Läuse? Bestimmt.
-Sicherheit
Ja. Es ist hier unsicherer. Man vertraut den Menschen hier nicht.
Das ist in Deutschland wirklich anders. Menschen sind viel ehrlicher.
Hier ist man mit den Gedanken immer bei seinen Wertsachen. Diebstahl ist wahrscheinlich die größte Gefahr.
Der Verkehr hier ist wahnsinnig, aber man passt sich daran an.
Fun Fact #2: Keiner nutzt Sicherheitsgurte. Im Verkehr gibt es keine Regeln und keiner trägt Sicherheitsgurte (Ich trage immer, wenn einer vorhanden ist!).
Man geht davon aus, dass Unfälle siebenmal öfter im Tod enden, wenn kein Sicherheitsgurt getragen wird. Doof...
-anständige Internetanbindung
Langsam. Man sieht hier Werbung von Internetanbieter über DSL mit bis zu 385 kBit/s.
Hier bei Robbie haben wir gefühlt eine 768 kBit/s Leitung. Es macht keinen Spaß.
Video-Streaming ist nicht flüssig. Mehrere Sachen parallel laufen lassen ist ebenfalls nervig.
-Händewaschen
Obwohl es hier so verdammt dreckig ist und sich hier die ekligsten Krankheitserreger finden lassen, waschen sich die Leute viel zu wenig die Hände. Ich rede nicht mal vom Händewaschen vor einer Mahlzeit.
Auch das Händewaschen nach der Toilette, das sogar auf der Route liegt, wird vernachlässigt. Ekelhaft.
-Essen
Ja. Ich esse hier jeden Tag auswärts. Habe hier schon fast jeden Laden abgeklappert und dennoch, es ist sehr langweilig.
Es handelt sich bei vielen der Läden noch nicht mal um philippinische. Es gibt hier viele ausländische Fast-Food-Ketten und auch ausländische Restaurants. Das Essen, selbst in McDonald's, wird jedoch irgendwie philippinisch gemacht.
McDonald's verkauft Reis und Spaghetti (schmeckt nicht italienisch).
Das meiste Essen schmeckt wirklich gleich. Hier im Haus meines Onkels bin ich noch keinen Gewürzen begegnet.
Philippinische Küche überhaupt ist im besten Fall unbemerkenswert.
Etwas so Einfaches wie Brot vermisse ich. Hier auf den Philippinen ist Essen für mich wirklich nur die Versorgung von Nahrungsmitteln. Wirklich genießen kann ich die wenigstens Mahlzeiten.
-Mülltonnen
Auf den Straßen gibt es keine. Der Müll wird auf die Straße geworfen. Erst jetzt habe ich mich daran gewöhnt. In Malls findet man manchmal Mülltonnen. u_u
-Autobahn
Autofahrten dauern unglaublich lange. Es gibt hier teils SEHR viel Stau. Die Zeit, die man im Vergleich zu Deutschland braucht, verdoppelt sich ohne Probleme.
Das schnellste, das ich hier gefahren bin, ist irgendwas um 80 km/h.
Die "Mutigen" fahren bei uns so schnell innerorts : /
-Deutsch
Das überrascht mich wirklich. Die deutsche Sprache hat für mich keinen tollen Klang.
Wenn ich deutsche Übersetzungen lese oder Synchronisationen höre, dreht sich mir der Magen.
Klar, die Qualität ist schon recht gut. Aber es verliert immer irgendwie an Reife. Es klingt zu Disney.
Hier hat es jedoch etwas Cooles (es gibt kein besseres Wort!) eine andere Sprache so gut zu beherrschen.
Ich bin hier zufällig einem Deutschen begegnet, mit dem ich ins Gespräch gekommen bin.
Sofort bestand eine Bindung. Ich habe ihn sehr gemocht ; ).
Die Sprache verbindet schon sehr. Es sei denn, man kann sie nicht und sie wird ausgrenzen.
Die deutsche Sprache hat schon etwas Schönes. Bin mir noch nicht sicher was.
-Familie
Klar. Hier habe ich warscheinlich mehr Familie als in Deutschland oder den USA (ich glaube, wirklich...).
Dennoch. Ich habe kaum welche kennen gelernt.
Eigentlich habe ich hier nur mit Robbies Familie (remember: mein Cousin, 2. Grades) Kontakt.
Um genau zu sein. Bis auf Lester und Ryan (Cousins 1. Grades) und drei anderen Cousins 2.Grades habe ich noch keine andere Familie hier getroffen.
Es fällt mir im Moment immer noch schwer die Bindung zu spüren, die ich mit Robbie eigentlich haben sollte.
Wir haben nun einige Zeit miteinander verbracht. Wir haben Sachen füreinander gemacht, Geheimnisse geteilt, füreinander gelogen, etc.
Dennoch.
Das Vertrauen oder die einfache Offenheit, die ich meiner Familie in Deutschland (oder selbst den USA) gegenüber habe, ist noch nicht gegeben.
Auch wenn man ständig von Leuten umgeben ist, fällt es mir leicht, mich alleine zu fühlen.
Es ist schade.
PS: Der Artikel ist nun fertig geschrieben. Ich habe mir bereits mehrfach den Kopf abwischen müssen, tropfe ununterbrochen und Strom ist immer noch nicht da. Hier ist es 02:20, nachts.
PPS: Ungefähr um 03:30 Uhr kam der Strom zurück! Juhu.

komm nach hause jung, we miss u <3<3<3<3
AntwortenLöschenbübübübübübü
majuuu und flowsen